Heilpraxis

Susanne Karwehl

Aktuelles


Vertreterinnen und Vertreter – darunter vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen und von der Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e. V. – sollten die wissenschaftliche Belegbarkeit der Ausschlusskriterien herausfinden. Einen Beweis für deren Wirksamkeit konnten sie jedoch nicht finden. Vielmehr hat die Auswertung bestehender Studien gezeigt, dass in anderen Ländern der Wille der Frau wesentlich stärker einbezogen wird. Zu den derzeit in Deutschland angewandten Kriterien zählt zum Beispiel die Überschreitung des berechneten Geburtstermins um drei Tage. Dieses Kriterium schränkt die freie Wahl des Geburtsortes von Frauen und Eltern ein. Zudem bedeutet die durch eine Schiedsstelle festgelegte Praxis einen Einschnitt in das Berufsrecht der Hebammen. Der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV) sieht sich in seiner derzeit beim Berliner Sozialgericht laufenden Klage gegen den Schiedsstellenbeschluss bestätigt.



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Ich bekomme viele Anfragen von Frauen, die vergebens nach einer betreuenden Hebamme suchen.

Ich möchte all diejenigen bitten, sich mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung zu setzen und diesen Notstand zu melden. Solange nicht ins Bewusstsein dringt, dass Hebammen Mangelware geworden sind und Familien unbetreut in dieser besonderen Zeit bleiben, obwohl sie Anspruch auf Hebammenunterstützung hätten, wird sich an unserer Situation nichts ändern, bzw. eher noch verschlechtern.

Vordrucke für eine Meldung bei Ihrer Krankenkasse gibt es auf der Seite des Bayrischen Landesverbands der Hebammen zum Ausdrucken.

www.bhlv.de / hebammensuche

In der Hoffnung auf Einsicht und Änderung dieser Politik wünsche ich Ihnen einen wundervollen Start in Ihr neues Leben!

 Vielen Dank für Ihr Interesse!


Zur aktuellen Situation der deutschen Geburtshilfe:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/hebammenmangel-babys-in-erding-nur-per-kaiserschnitt-1.3558285